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	<title>Fulanos Worte &#187; Militärinvasion</title>
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		<title>Haiti ist weit weg</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 01:00:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zumindest von Deutschland ausgesehen. Da ich starke persönliche Bindungen in die Dominikanische Republik habe, war es mir gedanklich vielleicht näher als manch anderem und trotzdem noch weit weg. Jetzt, nach dem verheerenden Erdbeben, ist der Karibikstaat auf einmal in aller Munde.  Völlig zu recht fühlen wir alle mit den Opfern und möchten spenden. Die Frage [...]


Vielleicht auch spannend, weil irgendwie ähnliche Artikel:<ol><li><a href='http://www.fulanos-worte.de/wordpress/fulanos-welt/liebes-handwerk.html' rel='bookmark' title='Liebes Handwerk,'>Liebes Handwerk,</a></li>
<li><a href='http://www.fulanos-worte.de/wordpress/unterwegs/andere-laender-andere-sitten-warum-ritter-in-spanien-fraeuleins-sind.html' rel='bookmark' title='Andere Länder, andere Sitten. Spanische Ritter sind Fräuleins.'>Andere Länder, andere Sitten. Spanische Ritter sind Fräuleins.</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zumindest von Deutschland ausgesehen. Da ich starke persönliche Bindungen in die Dominikanische Republik habe, war es mir gedanklich vielleicht näher als manch anderem und trotzdem noch weit weg.</p>
<p>Jetzt, nach dem verheerenden Erdbeben, ist der Karibikstaat auf einmal in aller Munde.  Völlig zu recht fühlen wir alle mit den Opfern und möchten spenden. Die Frage ist aber doch, warum wir vorher nicht so gedacht haben.<span id="more-554"></span></p>
<p>Haiti in der Karibik, das klingt erst einmal nach Sonne, Strand, Palmen, Rum und einem entspannten Leben. Die Kulisse dafür bietet Haiti mit Sicherheit, aber entspanntes Leben hat es dort auch schon vor dem Beben nur sehr bedingt gegeben. Auch da war Haiti schon eines der ärmsten Länder der Welt. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung mussten mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen. Auch da litten dort schon unzählige Menschen Hunger oder unter der Gewalt von marodierenden Banden. Interessiert hat das in Deutschland keinen. Und wenn ich heute in der Bildzeitung in einem Nebensatz von den ca. 300.000 Kindersklaven (Schätzung der UN) im Land lese, muss ich mich fragen, warum das vorher noch keine Schlagzeile wert war. 300.000, das sind ungefähr drei Prozent der gesamten Bevölkerung!</p>
<p>Wenn man sich überlegt, wie die Zustände in Haiti vor der Katastrophe waren, möchte man sich gar nicht ausmalen, wie es dort jetzt aussieht. Dabei war Haiti einst die reichste Kolonie der Welt. Frankreich verdiente mit ihr mehr, als im ganzen Heimatland. Was also ist passiert? Als erstes Land Amerikas wurde Haiti mit einer radikalen Revolution unabhängig. Dabei wurden alle Weißen des Landes verwiesen oder getötet. Damit wurde allerdings auch ein Großteil des Wissens über Zuckerrohranbau und die Infrastruktur des Landes vernichtet. Dominierende Clans und eine Vielzahl von Diktatoren wie Papa und Baby Doc Duvalier haben ihr übriges dazu beigetragen.</p>
<p>Daher stellt sich für mich die Frage, wie sinnvolle Hilfe für Haiti aussehen und durchgeführt werden soll. Damit meine ich jetzt nicht die absolut notwendige Soforthilfe, sondern folgendes:</p>
<p>Wird ein funktionierender Staat von einer Katstrophe heimgesucht, so muss das Ziel sein, diesem beim Wiederaufbau zu unterstützen. Was aber im Fall Haiti? Das Beispiel des Flughafens von Port au Prince zeigt für mich da leider den, meiner Ansicht nach, einzigen möglichen Weg. Zuerst muss die militärische Kontrolle übernommen werden, um dadurch den Helfern ihre Arbeit zu ermöglichen. Und wer sollte dies anders übernehmen, als die Amerikaner? Auch in weiten Teilen des Landes wird ihnen da vermutlich nichts anderes übrigbleiben. Zum ersten Mal in meinem Leben wäre das eine US-Invasion, mit der ich vollkommen einverstanden wäre.</p>
<p>Soweit gedacht, stellt sich für mich die Frage ob man diese Chance (in diesem Zusammenhang klingt das Wort makaber) nutzen muss. Ich bin sehr für die Eigenständigkeit von Staaten, aber auch sicher, dass Haiti sobald die Erdbebenhilfe abgeschlossen sein wird, wieder in den alten oder einen noch schlimmeren Zustand zurückfallen wird. Daher stelle ich mir gerade die Frage, ob ich nicht eine langfristige Kontrolle durch die USA bevorzugen würde. Ich glaube, den Menschen Haitis würde es dann besser gehen.</p>
<p>Ich wollte damit nicht sagen, dass wir die Hilfe den Amis überlassen sollen. Spendet ruhig, das Geld wird in Haiti dringend benötigt. Aber bis Euer Geld dort ankommt wird die erste Katastrophenhilfe ohnehin schon abgeschlossen sein. Daher möchte ich Euch bitten, Organisationen zu unterstützen, die langfristige Ziele haben, damit nicht nur das Überleben, sondern auch die Zukunft des Landes gesichert werden kann.</p>
<p>Einige werden sich über den für diesen Blog sehr untypischen Artikel wundern. Aber es war mir einfach ein Bedürfnis, meine Gedanken mitzuteilen, denn manchmal ist die Welt einfach nicht lustig.</p>


<p>Vielleicht auch spannend, weil irgendwie ähnliche Artikel:<ol><li><a href='http://www.fulanos-worte.de/wordpress/fulanos-welt/liebes-handwerk.html' rel='bookmark' title='Liebes Handwerk,'>Liebes Handwerk,</a></li>
<li><a href='http://www.fulanos-worte.de/wordpress/unterwegs/andere-laender-andere-sitten-warum-ritter-in-spanien-fraeuleins-sind.html' rel='bookmark' title='Andere Länder, andere Sitten. Spanische Ritter sind Fräuleins.'>Andere Länder, andere Sitten. Spanische Ritter sind Fräuleins.</a></li>
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