EM-Abseits: Jetzt geht´s los

Selten wurde die deutsche Mannschaft vor einem großen Turnier so wohlwollend und so optimistisch betrachtet wie diesmal. Daran konnten nicht einmal die 3:5 Kasperleniederlage gegen die Schweiz oder der mühsame Sieg gegen die Fußballweltmacht Israel etwas ändern.

Von Experten bis zur Generation Hawaiihemd. Eigentlich stellen sich alle nur die Frage, ob wir es diesmal schaffen, die Spanier im Finale zu schlagen. Zugegeben, nach den zweiten und dritten Plätzen und den teilweise großartigen Leistungen bei den letzten Turnieren besteht Grund zur Hoffnung. Völlig ohne Zweifel ist die Qualität des aktuellen deutschen Kaders überragend.

Doch reicht das?

Ich habe meine Zweifel. Grund dafür sind ausgerechnet die tollen Leistungen der letzten Turniere. Denn machen wir uns nichts vor. Ein zweiter oder dritter Platz nach tollem Spiel ist ungefähr so, als würde man die ganze Nacht mit der Ballkönigin tanzen und am Ende wird sie dann von einem anderen gevögelt. Nicht umsonst heißt es:

Second is first looser!

Oder mein persönlicher Favorit:

Lieber tot als zweiter!

Also Jungs. Lasst den Schweinehund raus, oder meinetwegen auch den Schweini. Spielt schön, wenn es geht, aber holt den Sauhund raus, wenn es nötig ist. Wichtig ist letztlich nur der Sieg. Denn die Aussage aus Chelsea nach dem unverdienten Finaleinzug und dem ebenso unverdienten Gewinn der Championsleague stimmt.

In ein paar Jahren erinnern sich die Leute nur noch daran, wer den Titel gewonnen hat.