Schwarze Löcher bei CERN, geht gleich die Welt unter?
Urknall gleich urkomisch?
Heute soll es im europäischen Kernforschungszentrum CERN endlich losgehen. Bereits im September 2008 war der ringförmige, 27 Kilometer lange Teilchenbeschleuniger, der unterirdisch im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Frankreich verläuft, vorgestellt worden. Er hielt allerdings nur wenige Tage durch und musste wegen durchgebrannten Kabeln wieder abgeschaltet werden. Doch jetzt ist alles wieder repariert und heute soll endlich der Urknall simuliert werden. Den Urknall simulieren? Klingt komisch, ist aber so.
Dafür sollen zwei Protonenstrahlen mit beinahe Lichtgeschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung durch den Ring gejagt werden und dann zusammenstoßen.
CERN-Physiker Rolf Landua. “Wir simulieren, wie es ganz kurz nach dem Urknall vor fast 14 Milliarden Jahren aussah – etwa eine Billionstel-Sekunde danach. Und wir versuchen neue Phänomene zu finden, die uns erklären können, warum unser Universum so aussieht wie es jetzt aussieht.”
Klingt spannend, doch eine Kollision von Protonen zu erzeugen, ist weder einfach noch ungefährlich. Zum einen ist es als ob man zwei Nadeln über den Atlantik schießt, die auf halber Strecke mit den Spitzen aufeinanderprallen sollen.
Dazu befürchten Kritiker, dass durch das Mega-Experiment in Genf sogenannte kleine schwarze Löcher entstehen, die sich zu einem gefräßigen Riesenloch vereinen und die Erde verschlucken könnten. Und da dachten wir, die Welt geht erst am 21.12.2012 wegen des Mayakalenders unter. Auf Bild online gibt es übrigens sogar eine Live-Ticker, damit keiner den Weltuntergang verpasst.
Bei CERN sieht man das naturgemäß anders, da derartige Kollisionen im Universum seit Milliarden von Jahren passieren und wir immer noch existieren. Ich habe keine ausreichende Ahnung von der Materie, um mir selber ein Urteil zu bilden. Daher hoffe ich einfach mal, dass die CERN Wissenschaftler recht haben.
Hier findet Ihr einen Live-Stream von CERN: Sieht allerdings nicht annähernd so spannend aus, wie es klingt.
Quelle: Tagesschau online
Hier als kleiner Nachtrag über den Verlauf des Experiments
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Tags: 2012, CERN, Experiment, Mayakalender, PM, Protonen, schwarzes Loch, Teilchenbeschleuniger, Urlaub, Video, Weltuntergang, Youtube


Kleiner Nachtrag:
Für alle, die es nicht bemerkt haben. Die Welt ist noch nicht untergegangen. Das Experiment hat funktioniert. Mehrere Tausend Mal haben sich die Protonen gerammt. In der Schweiz wird Chmapagner getrunken und wir können uns auch freuen
Gruß
Fulano
Den Prof. finde ich sehr interessant.
“Zum einen ist es als ob man zwei Nadeln über den Atlantik schießt, die auf halber Strecke mit den Spitzen aufeinanderprallen sollen.”
Hast du das von Web.de oder GMX? (Kam mir jetzt nämlich irgendwie bekannt vor
)
Schöner Artikel, wobei ich die ganzen Sorgen der Pessimisten nicht so ganz verstehe…
Selbst wenn das Experimant so gefährlich ist, wie die Chaostheorie Anhänger es bezeichnen, wäre die Welt nicht gleich gestern untergegangen. Es wäre ein schleichender Prozeß, der nur halt nicht mehr aufzuhalten wäre und wahrscheinlich sogar nicht mal zuerst bemerkt würde von denen, die es verursacht hätten.
Das Spiel mit Antimaterie ist gefährlich. Das wissen die Jungs und Mädels bei CERN auch, schätzen die Risiken aber anders ein, als eben die radikalen Chaostheoretiker.
Die Gefahr ist dennoch existent. Bei Versuchen wie diesen könnte durchaus ein ungeahntes Gefahrenpotential freigesetzt werden. Die Entstehung eines stabilen schwarzen Loches wäre dabei der fatalste Fall, vor allem in dichter Materie unserer Erde. Wie viel Zeit wir dann noch hätten bis zu unserer Vernichtung wäre unklar.
Und das Argument : “Passiert doch andauernd und ist noch nie was passiert” kennt man doch von den Leuten, die beim ONS gern auf Gummis verzichten als Klischee oder ohne Gurt Auto fahren.
Grad dieses Argument beruhigte mich so gar nicht. Natürlich habe ich Vertrauen in die Wisschenschaftler da, doch diese Aussagen um die Leute zu beruhigen mit dumpfen Sprüchen war albern.
@derhenry
Ja, der ist klasse.
@Tarik
Ehrlich gesagt habe ich den Vergleich von Tagesschau.de geklaut. Aber ich glaube, den hatten eh alle
Gruß
Fulano
Herr Schonzeit hat sich wie üblich dazwischengepfuscht.

Eine gewisse Gefahr wird schon vorhanden sein. Wie üblich dürfte diese geringer sein, als die Gegner befürchten und höher, als die Berfürworter zugeben.
Das Argument zur Beruhigung ist vielleicht nicht das am klügsten ausgewählte. Trotzdem glaube ich, dass die Gefahrt deutlich geringer ist, als beim Fahren ohne Gurt oder beim ONS (das soll One-Night-Stand heißen, oder?). Das liegt an der unendlichen Dimension unseres Universums. Wenn dort etwas regelmäßig geschieht befinden wir uns fast automatisch im Bereich von unendlich.
Und wenn es unendlich mal gut gegangen ist, dann ist es vermutlich sicherer als Sex ohne Gurt oder Autofahren ohne Kondom
Aber wie schon gesagt, hört bei Dingen wie Antimaterie mein Logigverständnis auf. Hoffen wir also auf CERN.
Gruß
Fulano
Ich funk ja gern dazwischen.
Sicherlich passieren Dinge im All häufiger, als in einer x-beliebigen Dorfdisco oder Deutschlands Straßen. Und doch sind die Voraussetzungen eben ein klein wenig anders.
Schön an deinem geposteten Video ist die Aussage: Das den Kritikern es vielmehr weniger um die Beleuchtung der Gefährlichkeit des Experiments geht, als vielmehr um die Tatsache, dass die Ungefährlichkeit zu wenig beleuchtet wurde.
An dem Punkt stehe ich auf der Seite der Chaostheoretiker.
Das stört mich auch nicht im Geringsten. Und ich bin ohnehin gerne auf der Seite des Chaos
Gruß
Fulano
Das war schon ein spektakuläres Ereignis, den Kritikern zum Trotz.
Ich bin sehr auf die neuen Erkenntnisse gespannt.
Erdbeere mit erwartungsvollem Gruß
Ich bin auch gespannt. Leider hört gerade in diesem Bereich mein eigenes Verständnis auf. Das ist einfach zu weit weg von der normalen Welt.
Gruß
Fulano
Juhuu, wir leben noch … Mal ehrlich, vor dem ersten Test einer Atombombe haben gewisse übervorsichtige Wissenschaftler auch steif und fest behauptet, durch die Zündung des Sprengkörpers würde sich die Atmosphäre der Erde entzünden, was naturgemäß die völlige Vernichtung der Menschheit zur Folge hätte. Ein gewisses Restrisiko gibt es bei solchen wegweisenden Versuchen doch immer. Und ja, wahrscheinlich wäre es besser, wir würden es ganz lassen. Price of progress und so …