Landtagswahl in NRW: Das haben wir jetzt davon
Der Hohn mit der Koalition
Obwohl ich in Nordrhein-Westfalen wohne, komme ich mir momentan vor wie ein Hesse. Unser Chef-Koch heißt zwar Rüttgers, aber ansonsten kommt mir das Geschehen nach der Landtagswahl sehr bekannt vor.
Auch unserer Ypsilanti fehlt die Kraft. Sie will wie der Rest der SPD zwar eigentlich nicht mit der Linken, aber ohne geht es nicht. Der schwarze Rüttgers bekam mit der CDU zwar die meisten Stimmen, zog es aber vor, nach der Wahl erst einmal abzutauchen. Doch schnell war er wieder da und versucht sich schon wieder als weiser, grauer Walfänger.
Die große Gelbe Sonne leuchtet nur noch mit der Kraft einer Energiesparlampe und will mit kindlicher Bockigkeit mit niemandem reden, der mit jemandem redet, den die FDP nicht mag. Die Linke ist wie üblich irgendwie dagegen und freut sich nach dem Motto viel Feind viel Ehr. Und die Grünen? Die sind zwar die eigentlichen Wahlsieger, aber sie können nur abwarten, mit wem sie eventuell spielen können. Wobei die Ampel schon fast auf rot umgesprungen ist. Oder wird am Ende sogar die Kraft mit dem Rüttgers sein?
Da frage ich mich: Womit haben wir das verdient?
Die Antwort darauf ist ganz einfach. Schuld daran ist einzig und allein die Demokratie. Schließlich haben wir dieses Wahlergebnis zu verantworten. Klingt bitter, ist aber so!
Foto: © Lars Kulesch / PIXELIO
Tags: Ampel, Chaos, Die Linke, FDP, Grünen, Koalition, Kraft, Landtagswahl, NRW, Rüttgers, SPD, Ypsilanti


Immerhin war das Ergebnis seit einiger Zeit in dieser -oder zumindest ähnlicher Form- ja durchaus abzusehen. Klar, auf Umfragen allein sollte man sich nie verlassen, aber gewisse Tendenzen lassen sich ja doch meist ablesen.
Von daher ist es nun ziemlich genau so gekommen, wie ich das befürchtet hatte, nämlich so, dass für eigentlich niemanden eine befriedigende Regierungslösung dabei herumkommen kann. Egal, welches Konstrukt am Ende die Regierung in NRW übernehmen wird, es wird so oder so keine Wunschkoalition sein, sondern eine äußerst wackelige Zweckgemeinschaft.
Das kann zwar auch funktionieren, wird sich dann aber wohl in den kommenden Jahren darin äußern, dass immer nur nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner regiert werden kann, auf den man sich einigen konnte, mit der Folge, dass die großen Probleme nur aufgeschoben und wieder nicht gelöst werden.
Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, dass die kommende Regierung, wie immer sie auch aussehen mag, in NRW mehr zum Verwalten des Jetzt-Zustandes verdammt sein wird, als ihr dies lieb ist.
Die Politiker müssen sich daran gewöhnen, dass in der Zukunft Koalitionen nicht mehr nur aus zwei Parteien bestehen, sondern aus vielen.
So lange sie mit dem Gedanken nicht klar kommen…
@Sascha
Stimme Dir vollkommen zu. Am Ende kommt eine Koalition raus, die niemand haben will. Und weil die politische und wirtschaftliche Situation ohnehin so schwierig ist, wird sie auch nicht viel ausrichten können. Das ist zwar bitter, muss man fairerweise aber auch bei der Bewertung der Arbeit der Politiker berücksichtigen.
@Marc
Wie war das noch einmal mit den vielen Köchen und dem Brei. Kaolitionen müssen eben auch handlungsfähig bleiben. Und je mehr da mitmischen, desto schwerer wird das. Daran müssen sich nicht nur die Politiker, sondern auch wir Wähler gewöhnen.
Gruß
Fulano
Ich sag mal so, das Wahlvolk hat es der Politik in NRW nicht einfach gemacht, wenn aber die Demokratischen Partein teilweise nicht so bockig wären, dann haten wir warscheinlich noch diese Woche ne fun ktionstüchtige Ampel, ganz ehrlich die Linke ist eine reine Oppositionspartei, aber bevor es wieder zu einer Großen Koalition kommt lieber Rot-Rot-Grün …
cu an other time
on an other place
der bagalutenGregor
Wir brauchen einfach mehr Leute wie den Goll, die haben Waffen, können sich selbst verteidigen und kosten uns (den ehrlichen Steuerzahlern) weniger Geld für Schutzmaßnahmen.
Alle Politiker die sich nicht selbst verteidigen können mit Waffen sollen ihre Schutzmaßnahmen selber zahlen oder einen Bleischuh bekommen.
Im Übrigen bin ich dafür, dass es nur noch 2 Parteien geben solle. Die Schwarzen und die Weißen (also die Guten und die Schlechten). Oder Deckenpfronn wird Hauptstadt von Deutschland. Denn es gibt Dreierlei Sorten von Menschen: Schwarze, Weiße und Deckenpfronner.
Wer es nicht versteht, soll nochmal in die Schule gehen und schwäbisch lernen.
Grüße aus Calw,
Tobi
@bagalutenGregor
Stimme Dir zu, obwohl ich auch nicht von der Linken überzeugt bin.
@Tobi
Klasse. Musste gerade herzhaft lachen. Das ist doch mal ein schöner Plan für die Zukunft. Da ich es verstehe, muss ich zum Glück auch kein Schwäbisch lernen
Gruß
Fulano
Politik ist echt nicht einfach, aber ich finde Deutschland sollte mal aufhören immer Geld in andere Länder zu stecken und erstmal die eigenen Belange bewältigen.
Sprich: Alle Soldaten wieder zurück nach Deutschland. Und KEIN Geld für andere Länder mehr.
Dafür sollte die Steuer stabil bleiben (nicht höher und nicht weniger). Und dann die Rente sinnvoll anpassen, Hartz IV auf ein lebenswertes Minimum setzen (kann auch etwas höher sein als jetzt!).
Politiker sollen höchstens 200.000 Euro pro Jahr. Haus und Schlitten sind ja schon gestellt.
Ökosteuer muss für den Straßenbau verwendet werden. Und von dem übrigen Geld kann man dann mal die Schulden abbauen.
Ist das zuviel verlangt? Ich kann das, also wählt mich.
Ich habe auch viele Freunde, die mich dann beraten können. ^^
Und dann sollten komische Regelungen wie “8% des Geldes für Straßenbau muss in Kunst investiert werden” gekippt werden. Die braucht keiner. Kunst können private und reiche Leute kaufen, der Staat braucht das aber nicht. Höchstens in Museen und auch nur, wenn die mal Geld übrig haben.
Mensch, Mensch, das ist echt katastrophal. Wenn das so weiter geht, überleg ich mich echt noch eine Partei zu gründen.
@Tobi
Junge, da hast Du ja fast Deinen ganzen Artikel bei mir noch einmal gepostet. Du hättest doch auch einfach nur verlinken können
Habe ja auf Deinem Blog schon drauf geantwortet.
Gruß
Fulano
Deins habe ich aber zuerst geschrieben, danach kam mir dann die Idee mit dem eigenen Artikel.
Das kenne ich. Bei mir entsehen auch oft Ideen, wenn ich woanders kommentiere.