Der Messias regiert in Istanbul

Der Messias von Istanbul
Am letzten Sonntag hat Fenerbahce seinen Erzrivalen Galatasaray mit einem klaren 3:1 wieder zurück in den asiatischen Teil Istanbuls zurückgeschickt. Mit neun Siegen aus zehn Spielen und fünf Punkten Vorsprung steht Fener damit souverän an der Tabellenspitze der türkischen Süper Lig.
Verantwortlich für den Erfolg ist Cheftrainer Christoph Daum, der dafür von den türkischen Medien schon als der Sultan von Istanbul oder auch als das achte Weltwunder gefeiert wird. Bei den Fans des türkischen Rekordmeisters nimmt die Verehrung des deutschen Trainers fast schon religiöse Züge an.
Christoph Daum? Lassen wir mal den legendären Auftritt im Sportstudio, das Kokain und seine Beinahekarriere als deutscher Nationaltrainer beiseite und konzentrieren uns auf die jüngere Vergangenheit. Im November 2006 war Christoph Daum als Trainer an seinen Ursprung zum 1.FC Köln zurückgekehrt.
Dafür wurde er als Messias und Erlöser gefeiert. Sogar die Schlagzeile Habemus Daum war zu lesen. In der Folgezeit bot der FC mittelmäßig erfolgreichen Rumpelfußball und Daum unzählige teilweise schon skurill wirkende Interviews und Aktionen. Unvergessen die Pressekonferenz im Krankenhaus oder die Mitfahrt beim Rosenmontagszug. Trotzdem, oder vielleicht auch deswegen ist die Verehrung der Kölner für ihn erst abgeflaut, als er im letzten Moment von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machte und im Sommer dieses Jahres in die Türkei wechselte. Nur eine von vielen seltsamen Anekdoten aus seinem schillernden Trainerleben.
Doch eines muss man dem Mann lassen. Vom Messias im erzkatholischen Köln zum Sultan am islamischen Bosporus zu werden, insbesondere weil er nach der Koksaffäre schon einmal ganz unten war, verdient Respekt. Außerdem macht es klar, dass wir alle dem gleichen Propheten folgen. Wenn auch nur beim Fußball.
Da soll sich noch einer wundern, warum der Christoph immer so arrogant und selbstherrlich rüberkommt. Wenn ich das alles geschafft hätte, wäre ich vermutlich genauso.
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Tags: 1.FC Köln, Daum, Fenerbahce, Fußball, Galatasaray, Istanbul, Messias, Trainer


Also ich kann ihn noch nicht wieder leiden.
Was er mit dem FC gemacht hat war doch am Ende eine Verarsche!
Kölle Alaaf
Tja, meine Liebe ist zugegebenermaßen auch ein wenig erkaltet.
Aber so ist das Leben. Womöglich kommt er in paar Jahren noch einmal zurück nach Kölle und dann haben wir ihn wieder ganz doll lieb
Gruß
Fulano