Fußball und das Problem mit den Hooligans: Die Rache der Spieler

Die Bilder von randalierenden Hertha-Hooligans, die nach dem Spiel gegen Nürnberg den Platz im Berliner Olympiastadion stürmten, dürften den meisten von Euch aus den Nachrichten bekannt sein. Bewaffnet mit Eisenstangen und jeder Menge Wut im Bauch zwangen die sogenannten Fans die Mannschaften zur Flucht in die sichere Kabine. Wer es verpasst hat kann sich hier gerne noch einmal ein Bild machen.

http://www.youtube.com/watch?v=8CHWJm6nx2w

Traurig, wenn Spieler vor den eigenen oder den Fans des Gegners flüchten müssen. Doch es geht auch anders. Nach einem Regionalligaspiel in Brasilien, das Vila Nova gegen Canedense mit 2:1 gewonnen hatte, explodierte in der Kabine des Siegers ein Sprengsatz, der einen Vila-Nova-Verteidiger und einen mitfeiernden Lokalpolitiker verletzte. Da die Spieler die Fans des Gegners als Urheber der Bombe vermuteten, beschlossen die Spieler zurückzuschlagen. Und plötzlich mussten die Fans von der Polizei vor den wütenden Spielern beschützt werden.

http://www.youtube.com/watch?v=r4rfk6GvtVM

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12 Kommentare zu “Fußball und das Problem mit den Hooligans: Die Rache der Spieler”

  1. graval sagt:

    Innert eines halben Jahres erlebte die Schweiz ebenfalls zwei solche Fussballskandale. Der erste sorgte für internationales Aufsehen, und geschah am 16. November 2005, als die Schweiz das WM-Barrage-Rückspiel in der Türkei zwar verlor, letztlich aber wegen dem Torverhältnis weiter war. Nach dem Spiel wurden die Spieler von den Fans mit Gegenständen beworfen und es entbrannte eine wilde Schlägerei zwischen einigen Spielern in den Katakomben des Stadions. :S (ab 2:20)

    http://www.youtube.com/watch?v=EnOuIg-15Xw&feature=related

    Am 13. Mai 2006 war es dann national, das letzte Meisterschaftsspiel zwischen den Titelfavoriten FC Basel und FC Zürich, als die Zürcher (mit dem späteren Hertha Coach Favre) in der 93. Minute das 2:1 verbuchten und dadurch den Basler den Titel abnahmen. Fans stürmten das Feld und Spieler wurden attackiert, die Polizei ging jedoch geschlossen vor und hatte die Lage nach wenigen Minuten bereits unter Kontrolle. Den 13. Mai vergisst, vor allem aus sportlicher Sicht, kein Basler mehr so schnell ;)

    http://www.youtube.com/watch?v=EMaEXDJ9oRk&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=g2zBvEsJfSw&feature=related

    M2C zum Thema ;)

  2. admin sagt:

    Ich erinnere mich besonders an ersteres. Das liegt vor allem daran, das zwei der Hauptbeteiligten nämlich Alpay und Streller kurz darauf bei meinem 1.FC Köln spielten und gemeinsam jubelten. Frei nach dem Motto “Sie schlugen und vertrugen sich!”
    Gruß
    Fulano

  3. graval sagt:

    Mhm. Mir tat vorallem Benjamin Huggel Leid, der für drei Pflichtspiele gesperrt wurde und somit die WM verpasste. Und das, weil er sich provozieren lassen hatte :S

  4. admin sagt:

    Ja, der tat mir auch leid. Kann verstehen, dass er nicht ruhig geblieben ist.
    Gruß
    Fulano

  5. Thomas sagt:

    Halt Stopp!
    Hooligans sind kein Fussball-fans. Da ist ein himmelweiter Unterschied. Hooligans machen sich den Fussball zur Bühne der Gewalt, weil dort die Bühne groß ist. Wasserball und Hockey sind nicht populär genug. Fussball-Fans würden so nicht handeln, sie stehen zum Verein auch dann wenn die Sch… bergauf läuft und randalieren deswegen nicht.

    Hooligans sind in meinen Augen arme Irre, die ihre Befriedigung darin sehen Zerstörung und Verletzung hinter sich zu lassen – nicht mehr und nicht weniger. Und das ist von Rostock bis München und von Berlin bis Aachen nicht anders….

  6. admin sagt:

    @Thomas
    Du hast recht. Zumindest die meisten Hooligans sin keine wirklichen Fußballfans. Aber gerade solche Aktionen, wie in Berlin haben auch immer eine gewaltige Gruppendynamik. Nicht jeder der da mitmacht ist automatisch ein Hooligan sondern vielleicht nur in einem ungünstigen Moment dumm reagiert. Das ist menschlich, sollte aber trotzdem nicht vor Strafe schützen.
    Das gibt es ja auch oft genug bei Spielern, die durch unbedachte Aktionen sich und ihrem Club schaden

    Mein Vorschlag wäre ohnehin, in Stadionnähe eine Art Hooliganzone einzurichten. Da sollen sich dann die Hooligans gegenseitig auf die Nase hauen. Wenn beide Seiten das wollen, habe ich kein Problem damit. Außerdem müssten sie ihre Aggressionen nicht mehr an Unschuldigen auslassen.

    Gruß
    Fulano

  7. Thomas sagt:

    Gruppendynamik… ja und nein. Ein wirklicher Fan ließe sich davon nicht anstecken. Und die, die es doch tun sind nicht besser als die anderen. Denn nur um am Montag in der Schule einen auf obercool zu machen (womöglich mit Handyvideo)… sorry, das sind keine Vereinsanhänger.

    Das mit den Pufferzonen abseits des Stadions – volle Zustimmung. Sollen sie sich doch die Köpfe einschlagen… wenns schön macht :-) .

  8. Dr. Borstel sagt:

    Einer der Gründe, warum ich Fußball nicht besonders mag …

  9. rundumkiel sagt:

    Unglaublich! Furchtbar! Was für Chaoten!!!

  10. admin sagt:

    @Thomas
    Idioten bleiben immer Idioten, da hast Du recht.

    @Dr. Borstel
    Es gibt noch mehr Gründe?

    @rundumkiel
    Ja!

    Gruß und schönes Wochenende
    Fulano

  11. Tobi sagt:

    Hooligans gibt es überall. Beim Fußball sind sie aber am präsentesten.
    Aber die Idee, die Fans zu verprügeln finde ich neu. :D

  12. admin sagt:

    Die Hooligans sollen nicht verprügelt werden. Das sollen sie gefälligst selbst übernehmen ;-)
    Gruß
    Fulano

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sind unpolitisch, aber nicht immer unparteiisch. Ich schreibe über Dinge, die mir auffallen, gefallen und manchmal auch missfallen. Das ergibt ein buntes Sammelsurium meiner Gedanken. Kommentare dazu sind erwünscht.