Aufgeschnappt: Geheimsprache oder zuviel Alkohol?

Das Ding mit dem Dings

Sehtest für Alkoholiker

schnapsparade

Eigentlich wohne ich nicht direkt in einem sozialen Brennpunkt. Allerdings ist der Wiener Platz in Köln Mülheim, der sich nur 100 Meter Luftlinie von meinem Zuhause befindet, ein beliebter Treffpunkt für Gescheiterte aller Art. Neulich stand ich dort mal wieder, weil ich auf jemanden wartete und bekam folgendes Gespräch mit. Die Protagonisten waren zwei heruntergekommene Männer um die vierzig, die sichtbar wütend waren. Die Aussprache war bei weitem nicht so klar, wie ich sie nun niederschreibe.

Der äh Dings das Arschloch, der ist ja noch schlimmer wie der äh Dings! Wenn das Problem mit dem äh Dings nicht wäre, würde ich ihm ordentlich…
Und der äh – wie heißt der noch? – der ist auch nicht besser.

Ja, der ist der Schlimmste!

Ich sollte dem auf jeden Fall mal ordentlich äh Dings.

Auf jeden Fall, das hat er verdient!

Geht es nur mir so, oder fehlen bei dieser Konversation wichtige Informationen? Die beiden schien es nicht zu stören. Sie schimpften fleißig weiter.

War es vielleicht eine Geheimsprache? Oder doch nur sinnloses Alkoholikergeschwätz? Und wer sind alle diese Dings?

Foto: © Torsten Lohse / PIXELIO

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17 Kommentare zu “Aufgeschnappt: Geheimsprache oder zuviel Alkohol?”

  1. Robert Hähr sagt:

    Ich kann mir vorstellen, das aufgrund des Alkoholkonsums der Beiden, ihnen nur noch ein beschränkter Wortschatz zu Verfügung steht und es ihnen daher nicht mehr möglich so stark zu differenzieren. Dings ist bestimmt: Das Böse, Darth Vader, der Chef der Anonymen Alkoholiker oder vieleicht auch der Typ der immer als erstes die Pfandflaschen abgreift.
    Hoffe ich mal für uns das wir nie in diese Welt eintauchen müssen;)

  2. Richard Synn sagt:

    Als ich das hier gelesen habe, dachte ich so zu mir, mensch, Du weißt doch, wer die beiden Protagonisten waren, die so eloquent diskutierten. Aber bevor ich jetzt voreilige Schlüsse ziehe:

    Das waren doch der äh Dings, der sich mit dem Dings unterhielt, oder nicht?

  3. zoellner sagt:

    Vielleicht hast du nicht bis zum Ende zugehört und sie verwenden Hashtags wie bei Twitter. Also erst das Gespräch und am Ende die Information. #Dings :D

  4. StevenUrkel sagt:

    Was verstehst Du daran nicht? Ist doch ganz einfach:
    Der eine Dings hat dem anderen Dings und dem dritten Dings eine gedingst! Verschlumpft noch mal und Prost! :)

  5. admin sagt:

    @Robert Hähr
    Ganz klarer Punkt für “der Typ, der immer als erstes die Pfandflaschen abgreift ;-)

    @Richard Synn
    Willkommen bei mir. Leider liegst Du nicht ganz richtig. Es war zwar der äh Dings, aber der hat sich nicht mit dem Dings sondern mit dem ms unterhalten.

    @zoellner
    Ich glaube, wenn Du den zweien was von Hashtags erzählst, würden sie probieren, sie zu rauchen :mrgreen:

    @Steven Urkel
    Genau daran musste ich auch denken.
    ………..aus Schlumpfhausen bitte sehr!
    Und blau waren die beiden ja auch. :-)

    Gruß
    Fulano

  6. rundumkiel sagt:

    Ich vermute mal, das ist ein ausgeklügeltes Verständigungssystem. Du blickst da nur nicht durch! Das Dings ist ganz sicher nur ein Platzhalter, der von einer nonverbalen Geste gefüllt wird. Typische Gesten sind in diesen Fällen meistens mittig gehobene Mittelfinger – üblicherweise himmelwärts zeigend oder mit Daumen und Zeigefinger geformte Kreise, je nach regionaler Herkunft auch ergänzt um hineingeführte Zeigefinger. Auch Fäuste, gegen flache Hände geschlagen, sind immer wieder zu beobachten… Da musst du das nächste Mal drauf achten…

  7. Erdbeere sagt:

    Muss eine Geheimsprache sein!

    Als ich klein war, haben sich meine netten Freundinnen oft in der Jägersprache (glaube so heißt die) unterhalten. Irgendwie wurden da die Vokale weggelassen. Leider haben sie mich nicht eingeweiht in die Geheimnisse der Geheimsprache, was ich ihnen noch heute zum Vorwurf mache *g*

    Lieben Samstaggruß
    Erdbeere

  8. Der Vorteil an Dings Unterhaltungen ist man seine Fantasie schön spielen lassen kann und alles was man möchte einsetzen kann *gg*

  9. admin sagt:

    @rundumkiel
    zu allzuviel koordinierten Bewegungen waren die beiden nicht merh fähig ;-)

    @Erdbeere
    Das waren aber nicht besonders nette Freundinnen..
    P.S. Versuch mal Erdbeere ohne Vokale zu sagen ;-)

    @Arven
    Eigentlich eine coole Idee. Vielleicht mache ich mal einen Ding und Bums Textwettbewerb, wo jeder kreativ die Lücken füllen kann.

    Gruß
    Fulano

  10. Dr. Borstel sagt:

    Finde ich praktisch. Eine schöne Stammtischdialog-Vorlage – man kann einsetzen, worauf auch immer man gerade sauer ist. Lässt sich bestimmt irgendwo als PDF runterladen und ausdrucken.

  11. Sven sagt:

    Das erinnert mich an die guten alten Lückentexte im MAD-Magazin, wo man die Lücken zwischen vorgegebenen Standardfloskeln mit verschiedenen Textbausteinen füllen konnte. Gab es bspw. für Urlaubsgrüße oder Bewerbungsschreiben und hat viel Spaß gemacht.

    Bis denn,
    Sven

  12. admin sagt:

    @Dr. Borstel
    Ich glaube Stammtische brauchen keine Anleitung zum Meckern. Das ist doch das beste, was Stammtische können. ;-)

    @Sven
    Das gute alte MAD-Magazin. Gibt es das eigentlich noch?

    Gruß
    Fulano

  13. Moin Dings äh Fulano,
    ja das MAD-Dings giebt es noch und das dingens dings ist sogar so verbreitet das es ein Lied über dingsgiebt, von der großartigen Dings ach ja Anette Louisan…
    also dings gedings dings

    der bagalutenDings ;)

  14. Tobi sagt:

    @bagalutenGregor: Meinst du etwa das Dings äh “Mad World”
    Das ist echt toll. :)

  15. Ne ich meinte das dings-MAD äh MAD-Magazin …

    cu an other time
    on an other place

    der bagalutenGregor

  16. Tobi sagt:

    Achso das gute alte Mad Magazine, dass sogar Homer sehr gerne liest. :)

  17. Tatsächlich das gabs schon im alten dings äh rom ne dingensland ach ja Grichenland. Sind die Grichen jetzt eigentlich deutsches Bundesland ;)

    cu an other time
    on an other place

    der bagalutenGregor

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Fulanos Worte

sind unpolitisch, aber nicht immer unparteiisch. Ich schreibe über Dinge, die mir auffallen, gefallen und manchmal auch missfallen. Das ergibt ein buntes Sammelsurium meiner Gedanken. Kommentare dazu sind erwünscht.